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Den weltweiten Luxusgütermarkt schätzt man auf 120 bis 150 Mrd. US-Dollar*. Nach Jahren der
Krise, hervorgerufen durch Terroranschläge, den Irak-Krieg und die SARS-Epidemie, wächst die Branche wieder zweistellig. Schwerpunkt des Wachstums ist Asien. Führende Luxusgüter
-hersteller legen ihr Hauptaugenmerk auf China, wenngleich Japan, auf das ein Drittel des weltweiten Gesamtumsatzes fällt, nach wie vor eine führende
Rolle spielt. Das alte Europa und insbesondere Deutschland verlieren zunehmend an Bedeutung.
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Unbestrittener Marktführer ist die französische LVMH-Gruppe
mit einem breitgestreuten Portfolio und zahlreichen Marken wie Louis Vuitton (Lederwaren), Moet
& Chandon (Champagner), TAG Heuer (Uhren). Umsatz (2004) 12,6 Mrd. Euro mit 56.000 Mitarbeitern weltweit und 1.700 Läden. Louis Vuitton macht rund die Hälfte seines
Geschäftes mit Asien. Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen mit einer weitgefächerten Palette an unterschiedlichen Marken und Produkten Spitzenpositionen
einnehmen, während andere, die sich nur auf eine Produktklasse konzentrieren nur im Fachsegment konkurrieren können.
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International aufgestellte Konglomerate wie LVMH und Richemont zeigen durchweg eine gute
Performance, während sich Unternehmen mit nationaler oder regionaler Bedeutung schwertun. Deutsche Unternehmen sind in der ersten Liga der
Luxusartikelhersteller nicht vertreten. Die Vorzeigedisziplin der Haute Couture kämpft seit Jahren ums Überleben.
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Zu den bevorzugten Produktionsstandorten zählen die Schweiz, Frankreich und Italien. Dies wird auch in absehbarer Zukunft so bleiben, denn eines ist wichtig bei Luxusartikeln: sie
müssen nicht nur gut, sondern unter allen Umständen auch teuer sein, um im Markt erfolgreich zu sein.
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Die Lage der Luxusgüterindustrie
stellt sich zum Jahreswechsel 2005/06 sehr komfortabel dar. Die Probleme der deutschen Wirtschaft, die geprägt ist von Massenarbeitslosigkeit, Konjunktur-schwäche und fehlender Kaufkraft der Bevölkerung, gehen an der Luxusgüterindustrie spurlos vorbei. Die Branche steht vor einem ausgezeichneten Weihnachtsgeschäft, und Gefahr droht einzig von der Vogelpest, falls diese außer Kontrolle geraten sollte (Interview Johann Rupert).
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Links: |
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**) Credits photographs (www.flickr.com):
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*) hier inkl. Autos, Luxusyachten etc. Handelsblatt 7. Oktober 2005, S. 19
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Fashionista: Shibamatax Haute couture: Photo-Guy Cartier collier: pray4kids.com Hermès ring: Roger Wo
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Accessoires wie Uhren, Lederwaren und Schmuck beflügeln den Markt, während sich die Branche
mit luxuriöser Kleidung, besonders der Haute Couture schwertut. Kosmetika stehen ebenfalls nicht im Focus. Für viele Kundinnen sind Luxusartikel Investitions
-güter: Uhren und Schmuck, wie auch Lederhandtaschen, sind nicht für den alsbaldigen Verbrauch bestimmt, sondern Investitions-güter,
die man durchaus kommenden Generationen vererben kann.**)
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Sehr erfolgreich agiert die weltweit auf dem zweiten
Rang liegende Schweizer Compagnie Financière Richemont mit Marken wie Cartier (Uhren, Schmuck), Van Cleef & Arpels (Schmuck), Montblanc (Schreibgeräte,
Accessoires). Umsatz (2004) 3,4 Mrd. Euro. Hermès (1,3 Mrd. Euro) und Armani (1,3 Mrd. Euro) zählen ebenfalls zu den erfolgreichen Marktführern.
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Mittelfristig zählen auch Indien und Russland zu den Regionen, in denen mehr Menschen in die Oberklasse aufsteigen und Geld für Luxus ausgeben.
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Die Luxusartikelbranche ist in der Weltwirtschaft eine noch relativ junge Branche, obwohl sie mit Cartier, Louis Vuitton und Hermès ihre Wurzeln im 19.
Jahrhundert hat. Erst seit den 80er/90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Luxusgüterindustrie aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und hat Fahrt aufgenommen. Die seitdem
kaum gebremste Bautätigkeit, die Baustrategien der wichtigsten Unternehmen, die Beweggründe der Unternehmensleitungen, die Zusammenarbeit mit den führenden Architekten
der Welt, sowie die wesentlichen Marketingaspekte, die von Land zu Land und von Branche zu Branche unterschiedlich ausfallen, werden in meiner Dissertation ausführlich belegt.
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Mit der Einführung einer Luxussteuer zum 1. April 2006 will China
gegen die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich vorgehen. Diese Maßnahme trifft besonders die Schmuck- und Uhrenindustrie ohne Vorwarnung. Die Schweizer Regierung betrachtet die Luxussteuer als Diskriminierung und will nun bei der Regierung in Peking intervenieren. Die Steuer wird auf Uhren mit einem Verkaufspreis von mehr als 1600 sfr (gut 1000 Euro) erhoben. In diesem Bereich trifft sie praktisch ausschliesslich Schweizer Hersteller, da 99,6 Prozent der in China verkauften Nobel-Uhren aus der Schweiz kommen. Die Hersteller, zu denen Swatch mit Omega, aber auch LVMH mit TAGHeuer , Richemont mit Cartier, IWC und Jaeger-LeCoultre sowie Hermès zählen, rechnen nun mit einem schwächeren China-Absatz wegen der Steuer. Möglicherweise, so Marktanalysten, könnte sich aber ein Teil der chinesischen Nachfrage nach Hongkong und anderswo verlagern. (reuters.com 5. April 2006)
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Hinweis
Im Rahmen meiner Arbeiten zum Thema Unternehmensarchitektur der Luxusgüter-unternehmen ist es leider nicht möglich, die
wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen kontinuierlich zu beobachten und hier zu publizieren. Ich beschränke mich deshalb auf sporadische Updates. Eine verlässliche Quelle ist
mir diesbezüglich das Handelsblatt.
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Update Luxusgüter 2006...
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